Die Zelle

Jeder natürliche Organismus besteht aus Zellen. Der menschliche Körper ist aus rund 60 Billionen (60.000.000.000.000) Zellen aufgebaut. Im Laufe des Lebens entstehen ständig neue Zellen, die reifen, sich spezialisieren, ihre Funktion ausüben und nach einer bestimmten Zeit absterben. So werden im menschlichen Körper alleine jeden Tag 300 Millionen (300.000.000) neue Zellen gebildet.

Die Zelle besteht aus einem Zellkern, der in einer geleeartigen Substanz, dem vorwiegend aus Wasser bestehenden Zellplasma, eingelagert ist. Im Zellplasma befindet sich der Speicher aller Nährstoffe in der Zelle, eine riesige Vielfalt an Proteinen und Enzymen sowie kleine Zellstrukturen, die Organellen. Eine der vielen Funktionen der Organellen ist die Bildung und Speicherung von Proteine und die Ausscheidung von Abfallprodukten.

Eine weitere Zellstruktur, die Zellmembran, besteht aus einer Lipiddoppelschicht und enthält frei „schwimmende“ Membranproteine. Ihre Aufgabe ist, das Zellplasma zu erhalten und den Stoffaustausch zu ermöglichen. Im Zellkern sind alle genetischen Informationen gespeichert, welche unter anderem die Anatomie, das Aussehen sowie genetisch bedingte Krankheiten definieren. Mitochondrien werden kleine, längliche Organellen genannt, die Nährstoffe und Sauerstoff umsetzen und dadurch Energie produzieren. Diese Energie wird von anderen Zellbestandteilen für deren jeweilige Tätigkeit benötigt.

Als Stammzellen bezeichnet man Zellformen mit der einzigartigen Fähigkeit zur Teilung und Differenzierung in verschiedene Zelltypen. Sie können sich zu anderen Zellen weiterentwickeln; z.B. in rote Blutkörperchen, Blutplättchen, Muskel- oder Nervenzellen. Stammzellen befinden sich in der Haut, dem Fettgewebe, dem Muskelgewebe, der Leber und im Knochenmark.

Humane Stammzellen werden seit mehr als vier Jahrzehnten in Form von Knochenmark und zunehmend auch von peripheren Blutstammzellen therapeutisch erfolgreich eingesetzt. Herausragende Erfolge wurden beispielsweise bei der Behandlung von Leukämie erzielt, aber auch bei multipler Sklerose und Herzkrankheiten.